Yin & Yang

Als Yin & Yang sind zwei Begriffe, die in der chinesischen Philosophie und der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) eine sehr große Rolle spielen. Yin & Yang stehen für die beiden polar einander entgegengesetzten und dennoch aufeinander bezogenen Kräfte bzw. Prinzipien. Yang steht in diesem Fall für Männlich, Aktivität, hart, hell und heiß. Yin für Weiblich, Ruhe, weich, kalt und dunkel. Dabei steht Yin & Yang nicht für Gut und Böse. Es ist vielmehr der relative Gegensatz, welcher zwischen zwei rivalisierenden Gruppen besteht, die doch zusammengehören. Speziell in der TCM stehen Yin & Yang auch für die Verhältnisse von Leere zu Fülle und Innen zu Außen und von Kälte und Hitze. Man spricht in diesem Fall auch von den diagnostischen Kategorien, wobei Yin & Yang ebenfalls ein Paar bilden. Dabei ist Yin von seiner Natur her passiv oder empfangend und Yang wärmend und aktiv.

Dargestellt werden Yin und Yang meist als Taijitu, wobei in diesem Kreis das Yang weiß dargestellt ist und das Yin schwarz. Auch wenn die Kelten, der Etrusker und die Römer auch derartige ähnliche Zeichen hatten, das Yin & Yang Symbol trat erstmals im 4. bzw. 5. Jahrhundert v. Chr. auf.

Im Rahmen der TCM traten Yin & Yang erstmals vor mehr als 2500 Jahren in Erscheinung, und zwar im alten Buch der Wandlungen. Dabei werden die Organe des menschlichen Körpers nach Yin insbesondere die Nährstoffe oder die Energie speichernden Organe wie die Milz bezeichnet und nach Yang alle Hohlorgane, welche eine Verbindung nach außen herstellen können, wie der Magen. Yin & Yang arbeiten hier natürlich im Idealfall zusammen, wobei sich zu viel oder zu wenig Aktivität des Organs auf die Funktionen des Partners auswirken.