Tai Chi

Als Tai Chi bezeichnet man eine chinesische innere Kampfkunst. Die wörtliche Übersetzung lautet: Die höchste oder ultimative Hand/ Faust bzw. Kampfkunst. Tai Chi umfasst eine Reihe von Aspekte wie Meditation, Gesundheit und Selbstverteidigung und die Möglichkeit der persönlichen Entfaltung. Dabei hat jede Bewegung im Tai Chi eine oder mehrere Bezüge zur Kampfkunst. Dies wird besonders deutlich, weil für Tai Chi auch Waffen zum Einsatz kommen während der Übungen.

In Europa ist Tai Chi seit den 1970er Jahren bekannt und erfreut sich großer Beliebtheit. Praktiziert wird Tai Chi heute vor allem im Rahmen der Gesunderhaltung und der Steigerung des Wohlbefindens. Im Rahmen des Tai Chi gibt es verschiedene Ausprägungen. Diese sind von esoterischen Ansätzen in der Hauptsache beeinflusst. Angeboten werden Tai Chi Kurse in Tai Chi-Schulen, in der Volkshochschule, in Universitäten, aber auch in Rehabilitationszentren und in Fitnesszentren sowie im Rahmen von Betriebssportgruppen und in Verbindung mit Urlaubsreisen.

Tai Chi zur Heilunterstützung

Tai Chi wird vor allem für die Prävention und zur Unterstützung des Heilungsprozessen von verschiedenen Krankheiten eingesetzt, wie Arthritis, Asthma, Bluthochdruck, Kopfschmerzen, aber auch bei Migräne, Herz-Kreislauferkrankungen sowie Gelenkschmerzen. Und auch gegen Rheuma, Tinnitus, gegen Schlafstörungen und bei Konzentrationsstörungen und Osteoporose wirkt Tai Chi hervorragend. Die Verdauung und das Gleichgewichtsgefühl kann Tai Chi ebenfalls verbessern, genauso wie das Nerven- und Immunsystem positiv beeinflussen. Die Übungen müssen dabei fließend, langsam und gleichmäßig ausgeführt werden. Man muss sich schon Zeit lassen, wenn man Tai Chi ausüben möchte. Denn nur so ist es möglich, dass eine gewisse Entspannung herbeigeführt werden kann. Die Wirkweise des Tai Chi macht sich schon bald bemerkbar. Und zwar werden Körper und Geist regelrecht beweglicher. Was den Geist klärt ist vor allem die Entschleunigung der Bewegungen, kombiniert mit der tiefen natürlichen Atmung. Es handelt sich hierbei um eine Zwerchfell- bzw. Bauchatmung, was zu einer gewissen Tiefenentspannung führt und sich positiv auf das Nervensystem auswirkt.