Moxibustion

Als Moxibustion oder Moxa Therapie bezeichnet man die Erwärmung von speziellen Punkten des Körpers. Diese Therapie wird im Rahmen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) zum Einsatz gebracht. Entwickelt wurde die Moxibustion zwar in China, wurde aber in Japan weiterentwickelt. Im Rahmen der TCM wird die Moxibustion entweder in Verbindung meiner Akupunktur angewandt oder auch als gleichrangige Therapie betrachtet. Im Westen ist die Moxibustion bereits schon seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts Gegenstand von zahlreichen wissenschaftliche Untersuchungen. Der TCM entsprechend wirkt die Moxibustion gegen sogenannte kalte Zustände und bringt den Qi-Fluss wieder zum Fließen.

Anwendung

Bei der Moxibustion werden kleine Mengen von getrockneten, feinen Beifußfasern (Moxa) auf bzw. über bestimmten Akupunkturpunkten verglimmt. Die Hitze soll dabei laut den traditionellen chinesischen Lehren auf den Qi-Fluss Einfluss haben. Denn die Leitbahnen (Meridiane) werden dadurch beeinflusst. Beifuß gilt im Osten und auch im Westen schon lange als Heilpflanze. Für die Moxibustion werden die im Frühling gesammelten Blätter erst getrocknet, gereinigt und dann zerrieben und zu einer feinen Watte aufbereitet. Bei der indirekten Anwendung werden auf Papierscheibchen geklebte Kegelchen verwendet, wobei man in China und Japan diese auch direkt auf die Haut setzt. Die hierdurch entstehenden Brandbläschen und kleinen Entzündungen sind beabsichtigt, damit die Abwehrkräfte des Körpers angeregt werden. Verwendet wird für die Moxibustion auch eine Moxazigarre, wobei deren glühende Spitze auf den Therapiepunkt gedrückt wird und wodurch ein deutliches Hitzegefühl entsteht und eine Rötung. Weit verbreitet sind auch die Moxa-Nadeln. Diese sind eine Erfindung des japanischen Therapeuten Akabane Kobei, die dieser in den 1920er Jahren machte. Hierbei handelt es sich um Stahlnadeln, an denen glimmende Moxa befestigt ist. Etwas schonender sind da schon die Moxa Pflaster, die auf ihrer klebenden Seite mit Heilkräutern beschichtet ist.

Die westlichen Anwender gehen davon aus, dass die Hitze die Nervenenden der Haut stimuliert. Dies regt die Hirnanhangsdrüse und die Nebennieren an. Dies führt zu einer vermehrten Hormonausschüttung.