Immer zu Beginn eines Jahres treffen sich die Winzer, die Weinbau-Fachberater und Politiker zu einem Gedankenaustausch. In diesem Jahr fand das Event, das unter dem Namen Mosel-Weinbautag bekannt wurde, am 11. und 12. Januar statt.
_Mosel-Weinbautag fand statt
Vorwiegend ging es beim Weinbautag darum, aktuelle Entwicklungen zu besprechen und neue Regelungen zu erörtern. So war eines der wichtigeren Themen der Anbaustopp, der in der EU verordnet wurde. Neue Rebflächen dürfen voraussichtlich bis 2015 nicht erschlossen werden. Allerdings sind die Winzer an der Mosel gegen die Aufhebung des Anbaustopps. Denn damit würde nicht nur die landschaftliche Schönheit beeinträchtigt, sondern auch Tür und Tor für die Massen-Winzer geöffnet.
Ein weiteres heiß diskutiertes Thema war die Bezeichnung von Weinen. Bisher werden an der Mosel Weine in Steil- und in Flachlagen angebaut. An den Steillagen wachsen vorwiegend die hochwertigen Weine, in den Flachlagen hingegen werden einfache Weine angebaut, die in der Regel als Schoppenweine verkauft werden. Auf dem Etikett der Weinflaschen ist für den Verbraucher jedoch nicht ersichtlich, ob der Wein aus der Flach- oder Steillage stammt.
Das müsse sich laut den Winzern an der Mosel ändern. Zudem sollte es Qualitätskriterien für die Bezeichnung Steillage geben, die bis dato noch nicht vorhanden sind. Außerdem wünschen sich die Winzer, dass auch für deutsche Weine mehr Wert auf eine Herkunftsbezeichnung gelegt wird, ähnlich, wie es bei den französischen Weinen der Fall ist.
Britta Lutz | 17.01.11 | Newsletter abonnieren
Tags: Mosel-Weinbautag, Mosel, Winzer, Weinbau, Steillagen, Flachlagen, Weinbezeichnungen
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