An den Kliniken Essen-Mitte ist ein Modellprojekt gestartet, das sich mit der so genannten integrativen Onkologie befasst. Im Kampf gegen den Brustkrebs bei Frauen sollen dafür Schulmediziner mit Alternativmedizinern Hand in Hand zusammenarbeiten.
_Integrative Onkologie gegen Krebs
Ziel des Modellprojekts ist es, die breite Masse darauf aufmerksam zu machen, dass die alternative Medizin zahlreiche Vorteile für die Patienten bietet, die die Behandlungserfolge der Schulmedizin unterstützen können. Es soll keinesfalls die Werbetrommel dafür gerührt werden, nur noch alternative Heilmethoden anzuwenden, denn damit könnten ernste Erkrankungen ohnehin nicht bekämpft werden. Der sinnvolle Einsatz von Massagen, Akupunktur, Bewegungsprogrammen und Co. aus der alternativen Medizin könne aber die Behandlungserfolge aus den klassischen Therapien verbessern.
Dazu haben die Ärzte der Klinik nun sogar ein Buch verfasst. Sie gehen davon aus, dass 70 bis 90 Prozent aller Krebspatienten zusätzlich zur Schulmedizin alternative Heilmethoden anwendeten. Andere Aussagen sprechen zwar nur von 50 Prozent, doch muss bedacht werden, dass viele Patienten die behandelnden Ärzte gar nicht über weitere medizinische Maßnahmen informieren. Die Angst vor dem Unverständnis des Arztes ist hierbei einfach zu groß.
Allerdings kann genau dies zum Problem werden. Denn beispielsweise kann die Einnahme von Grapefruitsaft, Vitamin C, Johanniskraut oder Echinacea dazu führen, dass die Chemotherapie in ihrer Wirkung beeinflusst wird. Damit schadet die alternative Medizin mehr, als sie nützt. Aus diesem Grund sollten Schulmedizin und Alternativmedizin Hand in Hand gehen, um den Patienten so ein angenehmeres Leben auch während einer unangenehmen Chemotherapie zu gewährleisten.
Britta Lutz | 25.03.11 | Newsletter abonnieren
Tags: Schulmedizin, Alternativmedizin, alternative Medizin, Massagen, Akupunktur, Krebs, Onkologie
Nächster Eintrag: Müdigkeit durch falsche Ernährung
Vorheriger Eintrag: Abnehmen mit TCM
















54470 Bernkastel-Kues/ Germany