Naturheilverfahren, wie die Homöopathie, die Traditionelle Chinesische Medizin oder Ayurveda, sind für viele Menschen die letzte Hoffnung. Wenn die Schulmedizin bei Krankheiten nichts mehr ausrichten kann, dann wenden sich viele Menschen an Heilpraktiker.
_Homöopathie in der Kritik
In England wurden diese nun boykottiert. Insgesamt 43 Personen verschluckten auf offener Straße insgesamt 2.436 homöopathische Mittel, um zu beweisen, dass diese nichts bringen. Die Regierung ist ebenfalls voller Kritiker und sprach sich nun dafür aus, die Kostenübernahme alternativer Heilmethoden aus dem Leistungskatalog der Krankheiten auszuschließen. Ihrer Meinung nach ist es nur der Glaube an die homöopathischen Mittel, die zu einer vermeintlichen Besserung führen, obwohl diese gar nicht eintritt.
Klar ist, dass die genaue Wirkungsweise von Homöopathie, TCM oder Ayurveda bis heute nicht bestätigt werden kann, weil sie wissenschaftlich nicht bewiesen werden kann. Klar ist aber auch, dass befragte Patienten ein anderes Bild zeichnen. 70 Prozent der Befragten in einer Studie gaben an, dass sich ihre Leiden dank der Homöopathie verbessert hätten. Das sind immerhin 70 Prozent, denen es besser geht, sie leiden nicht unter den Nebenwirkungen schulmedizinischer Arznei.
Oft werden Heilpraktiker, die sich mit den Naturheilverfahren beschäftigen als Quacksalber abgetan, dies gilt selbst dann, wenn sie eine schulmedizinische Ausbildung absolviert haben. Homöopathische Mittel wirkten ausschließlich wie Placebos, doch Placebos führen bei zehn bis 50 Prozent der behandelten Personen zu Verbesserungen. Auch können Arzneimittel aus der Schulmedizin versagen, ohne dass es eine plausible Erklärung gibt.
Daher ist es unverständlich, wie Naturheilverfahren, die oft genug ihre Wirkung gezeigt haben, einfach abgetan werden sollen. Der Körper folgt nicht immer linearen Gedankenmustern. Er formiert sich selbst und eine Erkrankung der Nase kann an einer ganz anderen Stelle des Körpers verursacht werden. Durch gezielte Akupunktur, durch Globuli oder andere Maßnahmen können diese Krankheiten, an denen der Schulmediziner lange vergeblich eine Behandlung versucht hat, gelindert werden. Wer also seiner Gesundheit etwas Gutes tun will, sollte offen für die Naturheilverfahren sein und sich nicht einfach vom Glauben der Schulmedizin einfangen lassen. Selbst wenn die Verfahren einmal nicht anschlagen, ist doch zumindest nicht mit schweren Nebenwirkungen zu rechnen.
Britta Lutz | 06.04.10 | Newsletter abonnieren
Tags: Naturheilverfahren, TCM, Homöopathie, Ayurveda, Akupunktur, Globuli, Heilpraktiker
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