Die Akupunktur gewinnt auch hierzulande immer mehr an Bedeutung. Die sanfte Behandlungsmethode kann schon bei den kleinsten Patienten sinnvoll eingesetzt werden und so nutzen auch zunehmend mehr Eltern die Akupunktur für ihren Nachwuchs.
_Akupunktur auch für Kinder
Bekannt ist das Verfahren, das sich durch die Anregung bestimmter Akupunkturpunkte mit Nadeln auszeichnet, aus der TCM. Hier steht die Akupunktur als eine der wichtigsten Behandlungsmethoden bei unzähligen Krankheiten. Dabei wird der Patient immer sehr individuell betrachtet, das Krankheitsbild ebenso individuell ermittelt und anschließend eine auf den einzelnen Patienten abgestimmte Behandlung vorgenommen.
Für die Diagnose werden Pulsschlag und Zunge genauer betrachtet, denn die chinesische Medizin sieht andere Merkmale als wichtig für eine richtige Diagnosestellung an. Sollen nun die kleinen Patienten mit Akupunktur behandelt werden, sollte ihnen natürlich in erster Linie die Angst vor den Nadeln und dem unangenehmen Pieks genommen werden. Vielfach verwenden Spezialisten deshalb spezielle Nadeln, die etwas dünner und kleiner sind. Sie werden außerdem nur für eine bis fünf Minuten in der Haut belassen, bei Erwachsenen dagegen verbleiben sie 20 bis 30 Minuten in der Haut. Auch sollten die Nadeln bei Kindern nicht zu tief gesetzt werden.
Wichtig ist ein erfahrener TCM-Arzt, der die Kinder während des Einstichs ablenkt, etwa, indem er ihnen eine Geschichte erzählt. Der sehr schnelle Einstich und die Ablenkung sorgen dann dafür, dass die Kinder kaum etwas von dem Pieks spüren. Sollte die Angst der Kleinen trotz allem zu groß sein, kann auch die Laser-Akupunktur genutzt werden. Den Kindern sollte der Laser gezeigt werden und schnell wird die Angst anhand der lustigen Farbspiele überwunden.
Bei Kindern kann die Akupunktur ebenso vielfältig, wie bei Erwachsenen eingesetzt werden, sei es zur Behandlung von Allergien, von Angstzuständen, Asthma oder auch bei Bettnässern oder dauernd schreienden Kindern, die ihre Leiden noch nicht benennen können. Mindestens drei Jahre alt sollten die kleinen Patienten allerdings für die Akupunktur sein. Bei einigen Krankheitsbildern werden die Kosten sogar teilweise von den gesetzlichen Kassen übernommen, die privaten Kassen zahlen fast alle für die kindliche Akupunktur.
Britta Lutz | 14.06.11 | Newsletter abonnieren
Tags: Akupunktur, TCM, chinesische Medizin, Kinder, Nadeln
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