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Vegetarier öfter von Erkrankungen betroffen?

Leben Vegetarier ungesund?

Doch was ist dran? Eine aktuelle Studie der Medizinischen Universität Graz hat jetzt das Thema erneut auf den Plan gebracht. Aus ihr geht hervor, dass Vegetarier häufiger an Krebs erkranken und auch öfter einen Herzinfarkt erleiden als Fleischesser. Zudem sei die Lebensqualität von Vegetariern deutlich eingeschränkt und sie müssten häufiger die Leistungen des Gesundheitssystems in Anspruch nehmen.

 

In Deutschland hagelte es heftige Kritik an der Studie, vor allem vom Vegetarierbund Deutschland, kurz VEBU. Hier heißt es, die Studie sei so aufgebaut, dass nur bedingt Unterschiede zwischen Vegetariern und Fleischessern aufgedeckt werden könnten. Zusätzlich sei nicht hinterfragt worden, warum sich Vegetarier fleischlos ernähren.

 

Was spricht für, was gegen den Fleischverzehr?

 

Dennoch kann der Fleischverzehr nicht per se verteufelt werden. Schließlich liefert Fleisch viele wichtige Nährstoffe, 20 Prozent Eiweiß und Mineralstoffe. Auch die Vitamine der A- und B-Gruppe sind enthalten. Tritt ein Mangel dieser Vitamine auf, kann das mit Herzinsuffizienz, Muskelschwund, Appetitlosigkeit, Schlafstörungen oder gar Blutarmut einhergehen. Ein weiterer Vorteil beim Fleisch: Vitamine, Proteine und Eisen liegen in einer Form vor, die vom Körper besser verarbeitet werden kann, als die Vitamine und Co. in Pflanzen.

 

Trotz dieser Vorteile: Der Fleischverzehr bringt natürlich auch eine Reihe von Nachteilen mit sich. So ist Fleisch schwerer verdaulich als pflanzliche Lebensmittel. Das Eiweiß aus Pflanzen enthält kaum Purin und dieser Stoff ist für die Bildung von Harnsäure verantwortlich. Wird im Körper zu viel Harnsäure gebildet, kann es zu einer Übersäuerung kommen. Dadurch können Probleme wie Müdigkeit, Appetitlosigkeit oder eine Immunschwäche entstehen. Selbst die Gicht kann durch einen zu hohen Harnsäurespiegel begünstigt werden.

 

Das belegt auch eine Langzeitstudie aus Amerika. Männer, die viel Fleisch essen, erkrankten deutlich häufiger an Gicht, als andere. Das Risiko war bei ihnen um 40 Prozent höher als bei Männern, die nur sehr wenig Fleisch essen. Insgesamt wurden für die Studie mehr als 47.000 Männer untersucht, und das über einen Zeitraum von immerhin zwölf Jahren. Zudem ist Fleisch sehr fetthaltig und kann so zu einem erhöhten Cholesterinspiegel führen.

 

Die tierischen Proteine enthalten ebenfalls viele schwefelhaltige Aminosäuren, wie etwa  Methionin oder Cystein. Dadurch könnten Haut- und Darmkrebs gefördert werden.

 

Übergewicht – nicht nur durch Fleisch

 

Betrachtet man Vegetarier und Fleischesser hinsichtlich des Problems Übergewicht, so ergeben sich in beiden Gruppen ähnliche Verteilungen. Grundsätzlich kommt es zur Bildung von Übergewicht nämlich nicht darauf an, was man isst, sondern wie viel man isst. Und bei der Menge gilt: Übersteigt die tägliche Kalorienzufuhr den Kalorienverbrauch, so wird man zunehmen. Dabei ist es egal, ob die Kalorien aus tierischen oder pflanzlichen Lebensmitteln stammen.

 

Experten raten daher, nicht gänzlich auf Fleisch zu verzichten, den Konsum jedoch einzuschränken. So könnten Nährstoffdefizite vermieden werden, die häufig auftreten, wenn eine rein vegetarische Lebensweise an den Tag gelegt wird. Zudem sollte man qualitativ hochwertiges Fleisch verzehren. Wer dennoch vollständig auf Fleisch verzichten will, muss zwingend darauf achten, dass er ausreichend Vitamine der B-Gruppe zu sich nimmt und auch viele eisenhaltige Lebensmittel auf dem Speiseplan stehen.


Britta Lutz | 24.03.14 | Wellness aktuell | Newsletter abonnieren

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