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Das Graacher Tor – Museum mit wechselvoller Geschichte

Geschichte von Bernkastel-Kues am Graacher Tor entdecken

Das Graacher Tor befindet sich direkt in Bernkastel-Kues. Etwa um 1300 wurde es errichtet und war damals eines der insgesamt acht Tore der Stadtbefestigung. Es befand sich im Norden von Bernkastel-Kues und erhielt seinen Namen von Graach, einem Nachbarort der Stadt. Grund dafür: Das Graacher Tor zeigte in die Richtung von Graach.

 

Ludwig XIV. von Frankreich ließ das Graacher Tor am 21.09.1689 schleifen, der ursprüngliche Torturm ist heute allerdings nicht mehr erhalten, da das Graacher Tor im 18. Jahrhundert zerstört wurde. Es wurde als zweigeschossiger Bau mit einer überwölbten Durchfahrt wieder errichtet und dieses Graacher Tor ist noch heute erhalten. Auf Befehl des Landesherrn wurde 1734 auf dem Graacher Tor ein Gefängnis errichtet, später entstanden ein Obdachlosenasyl und Wohnungen.

 

Bewundernswerte Architektur

 

Das Graacher Tor wurde allerdings erst 1985 zum Museum, als sich die Kolpingsfamilie entschloss, daraus ein Heimatmuseum zu machen. Vor allem die kulturhistorischen Exponate sollten dort ausgestellt werden. 2002 gab es noch einmal Neuerungen am Graacher Tor. Damals wurden Nachbauten der hölzernen Pforten eingesetzt.

 

Die Architektur des Graacher Tors ist mindestens ebenso interessant, wie die Exponate, die Besucher der Mosel darin entdecken können. Die überformte Durchfahrt erinnert an den Barock, das Mansarddach stammt aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Auf Stichen aus 1590 ist ein Wehrturm über dem Torbogen zu sehen, der allerdings nicht mehr erhalten ist. Die Umbauten zu Beginn des 18. Jahrhunderts ließen den Stil der Renaissance in die Architektur mit einfließen.

 

Auch die Oberfläche ist sehr unterschiedlich gestaltet. Die Seite des Tors, die Richtung Graach zeigt, ist glatt und wehrhaft. Die Seite, die der Stadt zugerichtet ist, hat eine Schieferbekleidung. Ihre Struktur passt sich den Nachbargebäuden ideal an. Besonders auffällig für Architekturfreunde ist die nahezu rechteckige Struktur.

 

Im Erdgeschoss wird die Optik vor allem durch die Rustikalquader in der Farbe Rot dominiert, die den Rundbogen zur Durchfahrt bilden. Auch der Stadtpatron St. Michael ist am Graacher Tor zu sehen – und zwar über dem Torbogen. Er soll den Ein- und Ausgang bewachen, allerdings ist auch diese Figur nicht mehr das Original. Es befindet sich heute im Diözesanmuseum in Trier. Bis heute gilt das Graacher Tor in Bernkastel-Kues als einziges erhaltenes Stadttor von insgesamt acht Toren zur Stadt.

 

Das Heimatmuseum im Graacher Tor

 

Das Heimatmuseum wurde erst 1985 gegründet und seither in Eigeninitiative von der Kolpingfamilie Bernkastel St. Michael 1856, der Stadt Bernkastel-Kues und Mitgliedern des Förderkreises weiter ausgebaut. Das Heimatmuseum sieht man als Ergänzung zum Weinmuseum der Stadt.

 

Das Museum besteht nur aus vier Räumen, in denen die Besucher der Stadt zahlreiche kulturhistorische Exponate bestaunen können. So finden sich alte Karten, Fahnen, Siegel, Wappen, Ansichten und Holzplastiken. Auch die typischen Ausstattungsgegenstände des einstigen Kapuzinerklosters sind zu betrachten. Hinzu kommen diverse Darstellungen von Persönlichkeiten aus der Stadt und Biografien, die Originalfahne der Bernkasteler Bürgerwehr von 1848 und vieles mehr.

 

Von Ostern bis zum Oktober und während des Weihnachtsmarktes hat das Graacher Tor jeweils von 19 bis 21 Uhr am Donnerstag und von 15 bis 17 Uhr am Freitag, Samstag und Sonntag geöffnet. Führungen für Gruppen sind allerdings auch außerhalb dieser Öffnungszeiten nach Vereinbarung möglich.


Britta Lutz | 10.07.14 | Wellness aktuell | Newsletter abonnieren

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