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Topeh-Geckos – Heilmittel in der TCM?

Geckos durch TCM bedroht

Die traditionelle chinesische Medizin soll Teile der Tierchen, die getrocknet oder eingelegt werden, als Heilmittel verwenden. Wundermittel nennen manche es sogar. Die Tierchen sollen dabei zur Behandlung von Krebs und Diabetes, Impotenz und Asthma eingesetzt werden können.

HIV-Behandlung mit Geckos?

Ebenfalls hält sich seit einiger Zeit das Gerücht, dass die Topeh-Geckos sogar bei HIV-Infektionen helfen sollen. In Südostasien ist dieses Gerücht seit 2009 verbreitet und vor allem in Malaysia und auf den Philippinen glaubt man dem Gerücht.

Die Topeh-Geckos, die ihren Namen von ihrem Ruf haben, der wie Topeh klingt, werden seither häufig in diese Länder importiert. Dabei hat die Malaysische Gesellschaft für HIV-Medizin 2011 nochmals betont, dass die Geckos kein Heilmittel bei AIDS seien. Die einzige, wirksame Behandlung der Erkrankung könne mit anti-retroviralen Medikamenten erfolgen, hieß es hier. Das wird sogar von der Weltgesundheitsorganisation bestätigt.

Preise für Topeh-Geckos steigen rapide an

Trotzdem steigen die Preise laut einer Studie von Traffic und WWF, Arten- und Naturschutzorganisationen, massiv an. So sollen Tiere, die mehr als 300 Gramm auf die Waage bringen, für mehrere Tausend Dollar verkauft werden. Bei Tieren, die mehr als 400 Gramm wiegen, sollen sogar Preise bis zu einer Million realistisch sein, heißt es in der Studie, die sich auf Angaben von Händlern stützt.

Allerdings bezweifeln die Autoren der Studie diese Angaben, denn es gibt kaum Tiere, die 300 Gramm oder mehr auf die Waage bringen. Doch auch ohne die Gerüchte rund um die Behandlung von AIDS erfreut sich der Handel mit Topeh-Geckos seit Jahren einer großen Beliebtheit. Vor allem Thailand und Java in Indonesien exportieren jährlich riesige Stückzahlen der kleinen Tierchen. Vorwiegend werden diese nach Vietnam, China, Hongkong und Taiwan geliefert. Alleine Taiwan soll nach Angaben der Umweltorganisationen, in den letzten neun Jahren 15 Millionen Geckos importiert haben.

Dieser Handel wird derzeit so exzessiv betrieben, dass die Geckos vom Aussterben bedroht sind. Ursprünglich stammen sie aus dem Regenwald, fühlen sich heute aber auch in den Städten wohl. WWF und Traffic versuchen deshalb aktuell, die Topeh-Geckos auf die Liste im Anhang 2 des Washingtoner Artenschutzabkommens setzen zu lassen. Für alle Arten, die dort gelistet sind, müssen Aus- und Einfuhrgenehmigungen vorliegen. Außerdem wird ein Nachweis benötigt, aus dem hervorgeht, dass der Handel unschädlich für den Bestand der Tiere ist.

Allerdings zeigt der Report der beiden Umweltorganisationen auch, dass der Handel mit den Geckos seit kurzem zurück gehe. Scheinbar sind ebenso die Verfechter der Geckos als Heilmittel mittlerweile darauf gekommen, dass die Tierchen eben doch nicht helfen können.


Britta Lutz | 24.06.13 | Wellness aktuell | Newsletter abonnieren

Tags: Washingtoner Artenschutzabkommen, Topeh-Geckos, TCM, Krebs, Krankheiten, Impotenz, HIV, Diabetes, Bedrohung, Asthma

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