Top Angebote Top Angebote
Aktuelles rund um Wellness, Beauty und Gesundheit
Folgen Sie uns
search
Worauf beim Bärlauch sammeln zu achten ist

Bärlauch kommt wieder – aber Vorsicht!

Keine Frage, Bärlauch ist gesund und lecker. In der Volksmedizin behandelt man mit ihm sogar Arteriosklerose und hohen Blutdruck. Selbst eine entschlackende Wirkung wird dem Bärlauch nachgesagt. Wer ihn frisch sammeln möchte, sollte allerdings unbedingt darauf achten, nicht versehentlich Maiglöckchen oder Herbstzeitlose zu pflücken, die dem frischen Bärlauch sehr ähnlich sind, aber giftig.

 

Bärlauch oder Herbstzeitlose?

 

Der Bärlauch ist mit Blättern versehen, die einzeln aus dem Boden treiben und die Blattfläche ist lanzettähnlich. Zudem ist der Blattstiel sehr dünn gegliedert und werden die Blätter zerrissen, treten der charakteristische Saft und dessen starker Knoblauchduft aus.

 

Allerdings tritt Bärlauch oft zeitgleich mit den Herbstzeitlosen auf, die giftig sind. Hier sind die Blätter schmal und länglich und sitzen direkt am Stängel. Einen Blattstiel sucht man vergebens. Die Blätter treiben zudem büschelweise aus dem Boden und die jungen Triebe werden von den älteren Trieben umgriffen. Beim Zerreißen der Blätter tritt ebenfalls ein Saft aus, doch ist dieser geruchlos. Die Gefahr besteht darin, dass auf den Händen der typische Geruch vom zuvor gesammelten Bärlauch noch vorhanden ist. Dann ist die Geruchsprobe nicht mehr aussagekräftig genug.

 

Schon der Genuss von drei bis vier Blättern der Herbstzeitlosen kann dabei tödlich enden. Verantwortlich dafür ist das Zellgift Colchicin. Dieses wirkt jedoch erst nach mehreren Stunden und so werden die typischen Symptome oft nicht mehr mit dem Genuss des vermeintlichen Bärlauchs in Verbindung gebracht. Die ersten Symptome, die auftreten, sind dabei  Übelkeit und Erbrechen. Danach folgen Durchfälle, die Zerstörung von Darm-, Knochenmark- und Blutzellen. Bereits nach zwei Tagen kann der Tod eintreten.

 

Bärlauch oder Maiglöckchen?

 

Schnell kann der Bärlauch auch mit dem Maiglöckchen verwechselt werden. Die Folgen sind hier jedoch nicht ganz so drastisch, wenngleich die Glykoside der Maiglöckchen ebenfalls giftig sind. Sie können zu Herz-Rhythmus-Störungen führen. Allerdings werden sie vom Darm nur schlecht aufgenommen und über die Niere sehr schnell ausgeschieden. Die Maiglöckchen erkennt man daran, dass die Pflanze paarweise wächst. Auch hier umgreifen die älteren die jüngeren Blätter.

 

Bärlauch oder Garten-Tulpe?

 

In einigen Fällen tritt die Garten-Tulpe verwildert auf. Sollte die Pflanze nicht blühen, bildet sie lediglich ein einzelnes Blatt aus, das dem Bärlauch zum Verwechseln ähnlich sieht. In diesem Blatt befindet sich Tulipin, das in seiner Wirkung dem Colchicin ähnelt. Hier können die ersten Vergiftungssymptome bereits 15 Minuten nach dem Verzehr auftreten. Sie äußern sich durch Erbrechen und Übelkeit, Bauchschmerzen und Durchfall. Bei einer sehr starken Vergiftung kann es zum Schock kommen, zu Apathie, im schlimmsten Fall sogar zum Atemstillstand mit Todesfolge.

 

Wo wächst der begehrte Bärlauch?

 

Wer sich trotzdem sicher genug fühlt, Bärlauch selbst zu sammeln, sollte sich in schattigen und humusreichen Auen und Flusswäldern umsehen. Sind dort besonders viele Nährstoffe vorhanden, lässt sich auch der begehrte Bärlauch entdecken. In den Alpen kann der Bärlauch sogar noch auf einer Höhe von 1.700 Metern gedeihen. Beim Sammeln sollte man lediglich ein oder zwei Blätter abzupfen. Die Zwiebeln belässt man im Boden.

 

Verwendung von Bärlauch

 

Der Bärlauch hat zwar einen knoblauch-ähnlichen Duft und Geschmack, ist jedoch etwas milder. Zudem verursacht er auch in größeren Mengen verzehrt nicht den typischen Knoblauch-Geruch. Frische Bärlauch-Blätter eignen sich ideal zum Würzen. Sie sollten aber nie gekocht, sondern höchsten roh unter heiße Speisen, wie Suppen, Gemüse und Soßen gemischt werden. Auch als Salat lässt sich Bärlauch verarbeiten oder als Pesto.  Man sagt dem Bärlauch sogar nach, dass selbst die Bären ihn nach dem Winterschlaf suchen, um Blut, Darm und Magen zu reinigen.


Britta Lutz | 01.04.14 | Wellness aktuell | Newsletter abonnieren

Kommentieren:

Name:

Email:

URL:

Bitte beantworten Sie die folgende Frage (Spam-Schutz):

Welche Jahreszeit kommt nach dem Sommer?


Nächster Eintrag: Vitamine für die Schönheit
Vorheriger Eintrag: Neue Beauty-Tipps im Überblick


Wählen Sie ein Thema

Energie und Lebenslust
nach
oben