Der Zustand der Entspannung ist besonders wichtig, für das allgemeine Wohlbefinden. Dabei muss ein steter Wechsel von Anspannung und Entspannung gegeben sein. Wer sich nicht entspannen kann, dem können verschiedene Entspannungsverfahren helfen.
_Entspannungsverfahren selbst erlernen
Entspannung bedeutet für jeden etwas anderes, so kann das Hören von Musik als entspannend empfunden werden, ebenso eine wohltuende Massage oder einfach ein Urlaub in fremder Umgebung. Wichtig für das körperliche Wohlbefinden ist immer ein Mix aus Anspannung und Entspannung. Wer sich nicht richtig entspannen kann, läuft Gefahr, dass sich chronische Krankheiten, wie Herzerkrankungen oder Darmprobleme, einstellen. Um dem vorzubeugen, gibt es aber zahlreiche, so genannte Entspannungsverfahren, die einfach selbst erlernt werden können. Sie helfen, auch im Alltag einmal abzuschalten und die Sorgen zu vergessen.
Das autogene Training zählt insbesondere zu diesen Entspannungsverfahren. Kleine Formeln, die in Gedanken aufgesagt werden, führen bei diesem Verfahren zur puren Entspannung. Ebenso können in späteren Anwendungen Bilder und Formen mit integriert werden. Autogenes Training lässt sich schnell erlernen und kann selbst im Alltag sehr gut angewendet werden.
Die progressive Muskelrelaxation ist eine weitere Form der Entspannungsverfahren, die ebenfalls recht schnell erlernt werden kann. Die Rede ist in diesem Zusammenhang oft auch von der progressiven Muskelentspannung, kurz PMR. Damit wird die An- und Entspannung bestimmter Muskelgruppen bezeichnet, deren Ziel es ist, eine tiefe körperliche Entspannung zu erreichen, die dann auch auf die Seele übergreift.
Das katathyme Bilderleben bezeichnet die oft belächelten Phantasiereisen. Diese Entspannungsform kann jedoch meist nicht alleine durchgeführt werden. Hier sollte ein Therapeut zugegen sein, der den Tagtraum visualisiert. Entwickelt von Carl Leuner hat sich diese Methode zu einem Verfahren entwickelt, das nicht nur für Entspannung sorgt, sondern auch tiefenpsychologisch hilft, bestehende Konflikte und Probleme zu lösen oder aufzuarbeiten.
Die Selbsthypnose ist ein weiteres Entspannungsverfahren, das auf den Grundlagen des autogenen Trainings, sowie der Hypnose basiert. Dabei ist jedoch kein Therapeut erforderlich, da sich der Patient selbst hypnotisieren kann. Hierfür ist jedoch viel Übung erforderlich. In der Musiktherapie finden ebenfalls viele Menschen Entspannung, das Geheimnis ist das Spielen speziell entwickelter, entspannender Musik.
Die Atemtherapie hilft ebenfalls sehr häufig, wobei hier einige meditative Techniken zum Einsatz kommen. Die Lungenfunktionen sollen gestärkt, die Entspannung herbeigeführt werden. Last but not least fehlt an dieser Stelle natürlich noch Qigong. Diese Form der Entspannungsübungen stellt einen Mix aus Atem- und Bewegungsübungen dar, die sich seit mehr als 3.000 Jahren in der TCM entwickelt haben. Sie werden vorbeugend angewendet, um Krankheiten zu verhindern, können aber auch bei ganz bestimmten Krankheitsbildern erfolgreich angewendet werden. Als Grundlage dient das Verständnis von Yin und Yang, die wieder ins Gleichgewicht gebracht werden sollen. Dies wird nur möglich, indem das Qi richtig fließen kann. Das Qi bezeichnet dabei die Energie.
Britta Lutz | 08.10.09 | Newsletter abonnieren
Tags: Entspannung, Qigong, Qi, Yin, Yang, Selbsthypnose, Musiktherapie, Atemtherapie, Phantasiereisen, autogenes Training
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